SPD Ortsverein Landau

SPD beantragt Benennung einer Straße nach Paul von Denis

Fraktion

Dr. Maximilian Ingenthron hat für die SPD-Stadtratsfraktion den Antrag gestellt, eine Straße in Landau nach Paul von Denis zu benennen.

Die Begründung:

In diesem Jahr feiern wir das 175-jährige Bestehen der ersten deutschen Eisenbahnverbindung. Am 7. Dezember 1835 fuhr erstmals ein Zug auf der Strecke von Nürnberg nach Fürth. Damit wurde eine entscheidende Grundlage für den Aufstieg Deutschlands zu einer Industrienation und ein bis dahin unvorstellbares Maß an Mobilität von Personen und Gütern geschaffen. Der Erbauer der Eisenbahnlinie war der Ingenieur Paul von Denis.

Paul von Denis war eine bemerkenswerte Persönlichkeit von hoher historisch-politischer Bedeutung. Sein Lebenslauf (hier der Seite von Wikipedia entnommen) beweist dies vorzüglich:

„Paul Camille Denis, seit 1852 von Denis (* 28. Juni 1796 auf Schloss Les Saales bei Montièr-en-Der, Département Haute-Marne; † 3. September 1872 in Bad Dürkheim), war Ingenieur, Eisenbahnpionier und Teilnehmer des Hambacher Fests.

Paul Camille Denis wuchs als Kind des Mainzer Stadtrats Peter Denis auf und besuchte das Lyceum Louis le Grand in Paris. 1814/15 studierte er an der Pariser Polytechnischen Hochschule. Nach Studienabschluss kehrte er in die Pfalz zu seinem mittlerweile in Neustadt ansässigen Vater zurück.

Vom bayerischen Staat - zu dem die Pfalz damals gehörte - zunächst als Praktikant eingestellt, arbeitet er seit dem 3. März 1816 als Baukondukteur in Germersheim. 1822 wurde er als Inspektionsingenieur nach Speyer, 1826 als Ingenieur 1. Klasse nach Zweibrücken befördert.

Hier stand er in engem Kontakt mit der demokratischen Opposition um Friedrich Schüler, Johann Georg August Wirth, Joseph Savoye und Ferdinand Geib. In einem Bericht der Staatspolizei an den bayrischen König wird er - wohl fälschlich - als deren Jugendfreund und Mitschüler bezeichnet. Der 1832 gegründete "Deutsche Preß- und Vaterlandsverein" der Demokraten hatte in dem vermögenden Paul Camille Denis einen seiner Hauptfinanziers. In seinen Personalakten dieses Jahres wird sein Vermögen mit 300.000 Gulden angegeben. Als im August 1832 der Sekretär des "Preß- und Vaterlandsvereins", Georg Eifler, verhaftet wird, bietet Paul Camille Denis 10.000 Gulden Kaution an.

Als Mitglied des Pfälzischen Landrats nahm er am Hambacher Fest teil. Unter Überschreitung seiner Kompetenzen versetzte ihn daraufhin der bayerische Generalkommissar Feldmarschall Carl Philipp von Wrede nach Rosenheim. Am
1. August 1832 unterzeichnet Paul Camille Denis den Kaiserslauterer Protest gegen die Bundesbeschlüsse vom 28. Juni. Dies führte zu einer Anklage wegen "Verunglimpfung der höchsten Staatsbehörden". Paul Camille Denis reagierte auf die Anklageschrift und die drohende Versetzung in den Isarkreis, indem er am
7. November 1832 unbezahlten Urlaub für eine "technische Bildungsreise" nach England und Amerika beantragte.

Nach seiner Rückkehr baute er die 1835 eröffnete erste deutsche Eisenbahnlinie, die Bayerische Ludwigsbahn, zwischen Nürnberg und Fürth, die Taunus-Eisenbahn von Frankfurt am Main nach Wiesbaden, eröffnet 1839/40, und 1844–1849 die Pfälzische Ludwigsbahn. Als bedeutender Fachmann im Eisenbahnbau trägt er weiter die Verantwortung für den Bau der pfälzischen Maximiliansbahn, der Bahn Homburg-Zweibrücken (1857), später Teil der Schwarzbachtalbahn (Pfalz) und der Bliestalbahn, sowie von 1856 bis 1861 für die AG der Bayerischen Ostbahnen.

Inzwischen hoch anerkannt, erhielt er 1852 von Großherzog Ludwig III. von Hessen und bei Rhein das Ritterkreuz Philipp des Großmütigen verliehen. Im gleichen Jahr wurde er vom bayerischen König, Maximilian II., in den persönlichen Adelsstand erhoben.

1865 wurde Paul Camille von Denis Vorsitzender der Planungskommission der Rheinbrücke Mannheim-Ludwigshafen und kurz darauf, 1866, auf eigenes Verlangen in Ruhestand versetzt. Er starb 1872 in Bad Dürkheim und wurde im Familiengrab auf dem Helenenfriedhof in Straßburg beigesetzt.“

Zur „Pfälzischen Maximiliansbahn“ führt Wikipedia weiterhin aus: „Am 18. Juli 1855 wurde der Streckenabschnitt Neustadt-Landau eröffnet, der Abschnitt Landau-Wissembourg folgte am 26. November 1855. Am 14. März 1864 wurde die Strecke Winden-Maximiliansau eröffnet, am 8. Mai 1865 folgte der Lückenschluss zwischen Maximiliansau und der badischen Maxaubahn Karlsruhe-Maxau.“

Das Wirken von Paul von Denis auch für die Entwicklung unserer Stadt sollte in diesem Jubiläumsjahr gewürdigt werden. Die Benennung einer Straße nach ihm wäre eine angemessene Erinnerung an einen Mann, dem auch die Stadt Landau viel zu verdanken hat.

Gerne unterbreite ich zwei Vorschläge für Straßen, die hierfür in Frage kommen könnten: Denkbar wäre eine Umbenennung des Teilabschnitts der Rheinstraße von der Queichheimer Brücke (ab dem Gebäude des ehemaligen Zollamts) in südlicher Richtung, der ja mittelfristig einen erheblichen Bedeutungszuwachs erfahren wird. Mit einer Rheinstraße (West-Ost-Achse) und einer Paul-von-Denis-Straße (Nord-Süd-Achse) würde eine konsequente namentliche Trennung der beiden Achsen erfolgen.

Alternativ könnte eine Straße im zukünftigen Wohnpark am Ebenberg nach Paul von Denis benannt werden.

 
 
 

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22.01.2018, 19:00 Uhr
mitgliederoffene OV-Sitzung
Ort: Haus der Arbeiterwohlfahrt, Landau

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IHR Bundestagsabgeordneter Thomas Hitschler MdB

 

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Vorsitzender SPD-Landtagsfraktion RLP

 

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Moni Vogler, Vorsitzende der

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